Sonntag, 24 November 2013 00:18

Thomas Reich gewinnt FC Bayern Grand Prix

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Zum Auftakt der Münchener Schnellschach-Kombination, die sich in diesem Jahr in einem neuen Format präsentiert, kamen 70 Teilnehmer ins Anton-Fingerle-Bildungszentrum, wo als erstes Turnier der FC Bayern Grand Prix auf dem Programm stand. Ein derart volles Haus hatte es seit der Erstauflage im Jahr 2002 nicht mehr gegeben. Und dies trotz der Überschneidung mit dem Bundesligawochenende, das praktisch die komplette 1. Mannschaft des Gastgebers an einer Teilnahme hinderte. Zu den Favoriten zählten naturgemäß die anwesenden Titelträger, allen voran GM Dmitry Maximov sowie die IM Roman Vidonyak und Thomas Reich.

Das Turnier begann dann gleich mit einem Paukenschlag: Thomas Seibold bezwang überraschend Roman Vidonyak, der danach das Feld von hinten aufrollen musste. Ansonsten konnten sich zunächst die favorisierten Spieler weitestgehend behaupten, so dass es ab Mitte des Turniers dann zu den vorentscheidenden Auseinandersetzungen kam. Hier schnitten Dmitry Maximov und Thomas Reich am besten ab und blieben ungeschlagen. Allerdings leistete sich Thomas Reich zunächst ein Remis weniger und lag vor der letzten Runde allein in Führung. Mit einem Salonremis gegen Georg Schmidt sicherte er sich letztlich den Turniersieg vor Dmitry Maximov, der in der letzten Runde noch einmal alles geben musste, um die Aufholjagt von Roman Vidonyak zu stoppen, der drauf und dran war, noch auf einen der prämierten Ränge nach vorn zu springen. Auf dem 3. Platz blieb Georg Schmidt, mit der besseren Wertung vor Mihael Ankerst, der ebenfalls ein starkes Turnier spielte und nur gegen den Turniersieger unterlag.

Von den Teilnehmern mit einer DWZ<2100 setzte sich Michael Unger mit Abstand am besten in Szene. Er lag praktisch die ganze Zeit über im Vorderfeld und war im Endklassement auf Rang 8 bestens platziert. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl wurde in dieser Kategorie noch ein zweiter Geldpreis vergeben. Diesen sicherte sich Bilal Demir. In der Kategorie DWZ<1800 wurden zwar nur 13 Teilnehmer gezählt, aber auch diese lieferten sich bis zum Schluss ein spannendes Rennen. Am Ende hatte hier Gregory Greiner knapp die Nase vorn vor seinem Garchinger Vereinskollegen Stefan Dirix.

Unter den Senioren im Teilnehmerfeld stachen Hans-Peter Urankar und Manfred Tauber hervor. Auch sie spielten beide vorne mit und wechselten sich mehrfach in der Führung im Rennen um den Seniorenpreis ab. Dieses Rennen gewann schließlich Manfred Tauber, der mit 5 Punkten auf einem guten 9. Platz einkam. Da sich erstmals in der Geschichte des FC Bayern Grand Prix keine Dame beteiligte, wurde der ursprünglich ausgelobte Damenpreis kurzerhand zu einem Jugendpreis umfunktioniert. Sehr zur Freude der drei im Feld befindlichen Jugendlichen U18, denn ein Taschengeld von EUR 50,- ist immerhin auch nicht zu verachten. Dies schnappte sich Ali Demir, der sich in der letzten Runde noch an Cedric Czap vorbeischob.

Bleibt zum Schluss noch zu erwähnen, dass das Turnier in gewohnt freundschaftlicher Atmosphäre über die Bühne ging. Dies lag wie immer an den Teilnehmern, die es zu keinerlei Streitfällen kommen ließen und es den "Offiziellen" einmal mehr sehr leicht machten. Darauf dürfen sich ganz sicher auch die Veranstalter der weiteren Turniere der Münchener Schnellschach-Kombination freuen, als nächstes der Schachclub Unterhaching, der für den 07.12. zum Unterhachinger Schachpokal eingeladen hat!

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